TIMELINE

Die Idee

Initialzündung

Den Anstoss, ein stufenübergreifendes Theaterprojekt ins Leben zu rufen, gibt im August 2017 die Impulsveranstaltung von "Kultur macht Schule" in Aarau. Hier erhält Stefan Welti faszinierende Einblicke in aktuelles Theaterschaffen mit der Theatervermittlung des Theaters Tuchlaube Aarau, dem Theater Roos & Humbel, dem Theaterfunken 2017 und dem Jugend Theater Festival Schweiz 2017.

Zusammen mit dem Tanz- und Theaterprojekt der Schule Küttigen-Rombach und dem Theaterprojekt der Schule Reinach gibt die Beratungsstelle Theaterpädagogik PH FHNW Ausblicke auf innovative Theaterprojekte von Schulen.

Die OSUA kommt an Bord

Schnell finden sich an der OSUA begeisterte Lehrpersonen, welche die Tradition für Grossprojekte an ihrer Schule wieder aufnehmen wollen. Dies entspricht auch einem Wunsch der Kreisschulpflege. Ziel war es einst, dass jede Schülerin und jeder Schüler während ihrer / seiner Oberstufenzeit einmal ein grösseres Projekt mitgestalten kann. Mit diesem Projekt wird auch der OSUA-Vision "OSUA, das Oberstufenzentrum bildet, fördert und begleitet" sowie dem Integrationsgedanken "Alle Niveaus unter einem Dach" Rechnung getragen. Gleichzeitig soll dadurch der Zusammenhalt unter den Klassen und Stufen gestärkt, Talente und Selbstvertrauen in das eigene Können gefördert werden.

Kickoff-Veranstaltungen


An der Kickoff-Veranstaltung besuchten die Schüler/innen am Morgen verschiedene Probe-Versionen der Ressorts. Jede Klasse besuchte zwei der vielen Ressorts und konnte diese das erste mal schon besichtigen und sich entscheiden, ob man interessiert wäre. Nach einem spannenden Morgen ging es am Nachmittag gerade weiter mit einem Ausflug an einen bestimmten Ort; Ein Atomkraftwerk, eine Kläranlage, und viele weitere interessante Orte. 

Am folgenden Tag wurde die Aquata-Halle den Schülern das erste Mal vorgestellt, und anschliessend wurden die Erlebnisse vom vorherigen Tag in Gruppen, welche aus vielen Schülern aus verschiedenen Klassen zusammengestellt wurden, ausführlich besprochen. Ihre Erkenntnisse wurden auf einem Plakat festgehalten, welches anschliessend in der Eingangshalle aufgehängt wurde.

Erster Projekttag

Die Ressorts

Band und Musik

Das Theaterstück wird selbstverständlich auch von Musik begleitet. Für die Musik in spannenden und aufregenden Stellen ist die Band verantwortlich. In der Band findet man Querflöten, Gitarren, ein Schlagzeug und vieles mehr. Die Musik wird zu den Texten komponiert, welche einige OSUA-Schüler zuvor geschrieben haben. In den Texten werden zwei verschiedene Unterwassergruppen vorgestellt. Zum einen die Forscher, welche ihr Leben dem Forschen und Recherchieren gewidmet haben. Auf der anderen Seite sind die Neptuner. Sie sind die typischen Muskelprotze, wie man sie sich so vorstellt. Die beiden Gruppen geraten aneinander.

Diese Gruppe wird begleitet von Herrn Stoll, welcher an der OSUA auch als begeisterter Musiker bekannt ist. Die Schüler üben fleissig mit ihren Instrumenten und helfen dabei, Musikstücke zu den Texten zu komponieren.  

Kampfchoreographie

Als die Schülerinnen am Dienstagmorgen die Turnhalle betraten, bereiteten sie die Kampfchoreographie mit der Künstlerin Rena Brandenberger vor und übten ihre Auftritte. Das Ziel von dieser Gruppe ist, dass alle die Choreographie beherrschen.

Bei dieser Kampfchoreographie geht es um zwei Gruppen, die gegeneinander tanzen. Eine Gruppe sind die Neptuner und die zweite Gruppe sind die Forscher. Diese beiden Gruppen kämpfen gegeneinander. Den Schülerinnen hat es Spass gemacht, die Choreographie miteinander vorzubereiten und sie miteinander zu üben.

Bühnenbild

Das Kulturprojekt «AQUATA» braucht natürlich auch schöne, fantasievolle Dekorationen, die zur Unterwasserwelt passen. Ein paar Schüler und Schülerinnen der OSUA Klingnau haben sich bereit erklärt, für die Dekorationen des Theaterstücks zu sorgen. Mit Hilfe der BG-Lehrerin R. De Andrade machten sie mit PET-Flaschen die Blüten für die Korallenriffe und auch Unterwassertiere wie Hummer. Die Schüler beteiligen sich voller Begeisterung und sind hochkonzentriert bei ihrer Arbeit.

Figuren

Unter der Leitung von Herrn Hostettler werden die Figuren für die einzelnen Szenen gebaut. Die Schüler sind mit voller Freude und Konzentration bei der Sache. Alle arbeiten engagiert, obwohl ihre Arbeit nicht ganz einfach ist. Ihr Ziel ist es, einen 12 Meter langen Fisch auf die Beine zu stellen. Bei der Frage, ob das wohl klappen wird, kam die Antwort: «Na klar, wir haben hier die besten Schüler!» Der Fisch wird auf der Bühne präsentiert werden, darauf freut sich die Gruppe besonders. Der Fisch wird aus Holz bestehen, dabei werden verschiedene Methoden angewendet. An dem Projekttag dieser Woche war es das Ziel der Gruppe, das Skelett des Fisches fertig zu bekommen, danach kommt das Äussere an die Reihe.

Umbau Bühne

Der erste Projekttag nach den Kick-off Tagen wurde in der Gruppe Umbau Bühne mit einer Informationsstunde eingeläutet. Die Planung der folgenden Monate bis zum grossen Showdown im Frühjahr wurde besprochen. Das grosse Ziel ist es, unbemerkt und leise während den Vorstellungen zu arbeiten und Gegenstände von der Bühne zu holen. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigt man Geschicklichkeit und Verständnis untereinander, ohne gross miteinander zu sprechen. Herr Merlo stellte seiner Gruppe nach der Informationsrunde eine Aufgabe. Im Gang des Schützenmatt-Schulhauses wurden zwei Holzbänke platziert. Die Schüler und Schülerinnen klebten sich einen Streifen Klebeband mit ihrem Namen auf ihr Oberteil und stellten sich auf die Holzbänke. Dann wurde es ernst. Die Schüler und Schülerinnen mussten sich dem Alphabet nach ordnen, ohne zu sprechen und ohne den Fussboden zu berühren. Die ersten Versuche scheiterten, doch nach mehrmaligen Neustarts meisterten sie diese Aufgabe mit Bravour.

Presse/Öffentlichkeitsarbeit

Am Morgen des Projekttags traf sich das Presseteam zur Vorbesprechung des bevorstehenden Arbeitstages. Nach einer kurzen Information über die grundsätzlichen Regeln der journalistischen Berichterstattung wurde festgelegt, wer im Team über welche Aktivitäten rund um das OSUA-Grossprojekt "AQUATA" berichten soll. Danach besuchten die Berichterstatter die einzelnen Arbeitsgruppen vom Chor bis zum Catering und informierten sich über das jeweilige Tagesprogramm und die noch anstehenden Arbeiten in den Gruppen. Sie führten Gespräche mit Kursteilnehmern und Lehrpersonen und machten Fotos. Nachdem alle Kurse besucht worden waren, fassten die Mitglieder des Presseteams ihre Eindrücke dieses Projekttages in Berichten zusammen, die auf der "AQUATA"-Homepage veröffentlicht werden. Das Presseteam wird in der Projektwoche im Februar weiter über die Arbeit in den einzelnen Gruppen berichten.  

Ausstellung und Deko

Zu einer gelungenen Veranstaltung gehört auch eine passende und vor allem schöne Dekoration. Unter der Leitung von Frau Fässler kreiert eine Gruppe begabter Schüler und Schülerinnen Dekoration passend zum Kulturprojekt «AQUATA». Jedoch beschäftigt diese Gruppe sich zusätzlich mit einer anderen ebenfalls sehr wichtigen Aufgabe. Die Schüler und Schülerinnen arbeiten an Plakaten, welche die Schönheit, aber auch die Probleme und Verschmutzung der Unterwasserwelt zeigen. Um in dieses Thema einzutauchen und sich eine Vorstellung vom Problem zu machen, schaute sich die Gruppe zwei Filme an. Anschliessend brachten sie ihre eigenen Ideen aufs Papier.  

Parkplätze und Sicherheit

Unter der Leitung von Frau Schnyder kümmert sich eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen um die Sicherheit und die Parkplätze. Damit am Veranstaltungswochenende im April alles rund läuft, benötigt es eine genaue und sinnvolle Planung. Am Morgen setzte sich die Gruppe mit Problemen und möglichen Lösungswegen auseinander. In Gruppen aus zwei Personen gestalteten die Schüler und Schülerinnen Plakate, welche mögliche Komplikationen und Probleme bei Veranstaltungen aufzeigten. Neben den Lösungswegen, welche sich auf den Plakaten befanden, diskutierten sie in der Klasse, wie man sich in Problem- und Gefahrensituationen zu verhalten hat. Durch ihre grossartige Arbeit freuen wir uns auf ein sicheres und gut organisiertes Veranstaltungswochenende im April.

Die Ressorts

Chor

Klingnau - Ein schöner Klang von jungen Stimmen lockte uns in das Musikzimmer der OSUA. Dort sangen alle Schüler mit. Es ist das Ziel der Chorgruppe unter der Leitung von Rahel Meister, dass alle Lieder bühnenreif einstudiert werden. 

Theater

Damit ein Theater überhaupt aufgeführt werden kann, braucht man zuerst einmal die Schauspieler. Das Kulturprojekt «AQUATA» wird im Bereich Schauspiel von Herrn D. Widmer, Frau B. Schellenberg und Frau S. Brunner geleitet. Die Schüler und Schülerinnen machten zuerst eine kleine Aufwärmübung zum Kennenlernen, die «Killertaxi» heisst. Sie konnten auch schon die Rollen verteilen. Sie konnten sich wünschen, welche Rolle sie gerne spielen möchten, und die meisten waren auch glücklich mit ihrer Rolle.

An diesem Projekttag ging es hauptsächlich darum, dass sich die Gruppen besser kennenlernen und dass die Rollen verteilt werden. Die Schauspieler und Schauspielerinnen kennen ihre Auftritte in den Szenen gut und die Vorbereitungen für die Kostüme wurden auch schon getroffen. Im Theater haben die Schauspieler und Schauspielerinnen sehr viel Spass. Sie spielen mit grosser Freude auf der Bühne.

Kostüme

Eine Welle der Euphorie überwältigte uns, als wir das TW-Zimmer von Frau Mangold betraten. Voller Elan und Freude sah man die fleissigen Schüler arbeiten. Man sah, wie es ihnen Spass machte, die Kostüme zu kreieren und zu schneidern. Von den Kronen für die Meerjungfrauen bis zu den Kostümen für die Hauptrollen, alles war dabei. Die Gruppe präsentierte uns stolz, was sie bis jetzt produziert hatte. Wir konnten es kaum glauben, wie die Schüler aus Muscheln, Perlen und weiteren Objekten Kunst machten. Frau Mangold erzählte uns ein wenig, was genau das Ziel dieser Gruppe sei. Und das Ziel ist nicht ohne, eine Menge Arbeit erwartet unsere Nachwuchsschneider. Sie müssen noch einige Kostüme kreieren, aber die Ideen sind schon da. Dies erfuhren wir von den Schülern, die uns die bisherigen Skizzen zeigten.

Bühnenbau

Am Dienstagmorgen hat die Bühnenbaugruppe die Sachen, die sie für die Bühne brauchen, vom Schulhaus Schützenmatte bis zur Fabrikhalle transportiert, in der die Aufführung stattfinden wird. Den ganzen Nachmittag war die Bühnenbaugruppe dann in der Fabrikhalle. Dort wurden die Bühnenelemente repariert und alle Fenster mit schwarzer Plastikfolie abgedeckt. Alle Schüler halfen mit.

Geräusche

Was tönt da so fremdartig im Schulhaus? Es ist die Gruppe von Herrn Bopp und Herrn Wälti, welche für die Geräusche zuständig ist. Um das Theater spannend zu gestalten, arbeiten sie an Geräuschen, welche zu den gespielten Situationen passen. Sie sammelten zunächst Ideen, wie sie ein bestimmtes Geräusch am überzeugendsten nachstellen könnten. Am Morgen streiften die Schüler und Schülerinnen durch die Gänge des Schützenmatt-Schulhauses und sammelten Töne. Nachmittags besprachen sie mit Herrn Bopp, wie spezifische Geräusche nachgemacht werden können. Dabei entschloss sich die Gruppe, nicht nur live, sondern auch mit dem Mischpult und bearbeiteten Tönen und Geräuschen zu arbeiten. 

 Catering

Ein feiner Geruch kommt einem entgegen, wenn man in die Küche von Frau Blarer in Klingnau oder auch in die von Frau Werder in Döttingen, eintritt. Zusammen mit den Nachwuchsköchen der OSUA probierten alle ein wenig aus und sammelten die ersten Ideen für das Servieren und Kochen. Dieser Teil der Arbeit erfolgte, indem sich die Schüler in kleineren Gruppen zusammenschlossen. Das Ziel der Gruppe ist es, das Essen zu servieren als eine Art Snack. Somit werden die Gäste von «AQUATA» mit Sicherheit gut versorgt sein.

Das Programmheft: Eine Erinnerung

Die Gruppe im Bereich Merchandising ist für Waren, die wir unter dem Logo von «AQUATA» veröffentlichen, verantwortlich. Doch zuerst mussten die Schüler mit dem Begriff "Merchandising"bekannt gemacht werden und haben erfahren, was dies bedeutet. Ebenfalls stellen sie ein Programmheft zusammen, in dem Verschiedenes enthalten sein muss wie zum Beispiel alle Beteiligten des Kulturprojekts «AQUATA», worum es in dem Theaterstück geht und wann die Veranstaltungen sind.

Nach Aussagen von Frau Faed, einer der Betreuerinnen dieser Gruppe, sei das Programmheft auch eine Art schöne Erinnerung für die Schüler. Ebenfalls durften die Schüler Ideen für Produkte sammeln, die sie herstellen wollen. Die Schüler dieser Gruppe zeigten ihre Ideen anderen Schülern und befragten diese, welches Produkt sie bevorzugen, darunter zum Beispiel einen Radiergummi und Post-It-Aufkleber mit dem «AQUATA»-Logo.

Ein weiteres Ziel des heutigen Tages war es, die kommende Projektwoche zu besprechen und herauszufinden, was in der genannten Woche zu tun ist.

Akrobatik

Beim Theaterstück werden auch die talentierten Turner auftreten. Heute am Projekttag haben die Turner erstmals gezeigt, was sie alles können. Auch durften sie ausprobieren und einige Turnstücke üben. Laut Aussagen der Betreuerin gibt es ein Grundgerüst. Das heisst, die Lehrpersonen haben sich schon einige Kunststücke ausgedacht, die man vorführen könnte. Jedoch können die Schüler und Turner selbst noch Ideen einbringen. Es wird insgesamt drei Szenen im Theaterstück geben, in denen die Turntalente gefragt sind. Eine davon wird unter Wasser stattfinden. Die Turner werden also die Akrobatik in die Unterwasserwelt einführen.

Erste Projektwoche


«AQUATA» nimmt immer mehr Gestalt an. In dieser Projektwoche gab es schon grosse Fortschritte. Egal ob im Chor, beim Bühnenbau oder in der Dekogruppe, alle haben sehr viel geleistet. Die Hauptdarsteller haben ihre Kostüme bekommen und ihr Text sitzt schon. Die einzelnen Choreographien und Szenen sind fast schon bühnenreif.

«Ich habe gewusst, dass es anstrengend wird, bis alle mitmachen, aber jetzt macht es Spass!», so eine Schülerin aus der Gruppe Chor. «Ich finde es grossartig, dass die OSUA Klingnau den Mut hatte, so ein riesiges Projekt mit 260 Schülern und 40 Lehrern anzugehen», stellt Stefan Welti aus dem Organisationskomitee fest. Diese Meinung vertreten alle Lehrpersonen der OSUA.

Bei den Schülern gehen die Meinungen jedoch auseinander. «Ich finde es eigentlich sehr cool, denn viel lieber arbeite ich in der Projektwoche, als dass ich in die Schule gehe.» Diese Meinung teilen viele weitere Schüler. Ein anderer Schüler sagt jedoch: «Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich zunächst nicht wirklich auf das alles gefreut. Aber jetzt mit der Zeit finde ich, dass wir uns gut organisiert haben, damit am Schluss auch alles gut herauskommt.»

Aber bei einer Sache sind sich die meisten einig. Alle wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Diese Woche bekamen wir zu spüren, wie gross das Projekt eigentlich ist. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir alle zusammen als Schule gut miteinander arbeiten. Und da sind wir schon auf einem guten Weg. Das merkt man vor allem in den unterschiedlichen Ressorts. Überall sieht man freundliche und glückliche Gesichter, was die Atmosphäre an unserer OSUA sehr positiv macht. 

Zweiter Projekttag

Zusammen sind wir stärker!

Einen Raum nebenan hört man den Chor beim Singen. Auch wenn es noch sehr früh ist, sind alle motiviert dabei. Der Chor jedoch übt nicht alleine, die ganze Zeit werden die Sänger und Sängerinnen von der Band begleitet. Der kurze Einblick in das Lied "A Drop in the Ocean" zeigt, dass die Musiker der Oberstufe Unteres Aaretal schon bühnenreif sind.

Nicht nur die Schüler sind bei der Sache, auch die Lehrer arbeiten sehr hart. Immer wieder geben die Regisseure und die Choreografin den Schülern Tipps und Tricks, was sich bemerkbar macht. "Alles auf Anfang!", ruft Bianca Schellenberg, eine der Regisseurinnen, plötzlich ins Mikrofon. Alle stellen sich wieder auf und die ganze Szene beginnt von Anfang an. Was sehr auffällig ist, ist die Organisation und Disziplin der Schüler. Natürlich sind nicht alle immer ganz hundertprozentig bei der Sache, jedoch schaffen es die Ressortleiter, ihre Schüler beim Warten auf ihre Bühnenauftritte zu beruhigen.

"Ihr müsst mehr bouncen!", hört man die Choreografin Rena Brandenberger durchs Mikrofon rufen. Kaum spricht sie den Satz aus, schon beginnen alle im Rhythmus zu schaukeln. Die Kampfchoreografie, die die Tänzer mit den Schauspielern üben, sieht sehr realistisch und authentisch aus.




Aber nicht nur die Musiker und Tänzer sind in ihre Arbeit vertieft. Im Hintergrund sieht man immer wieder einmal die Umbaugruppe. Sie wird bei den Aufführungen für den Umbau der Bühnenbilder sorgen. Auch wenn ihre Mitglieder den Glanz der Scheinwerfer nicht direkt zu spüren bekommen, haben sie eine der wichtigsten Aufgaben.





Während die ganze Szene nochmals gespielt wird, dekoriert die Bühnenbildgruppe von Rosangela De Andrade die Location. Bemerkenswert ist es, dass die ganze Dekoration aus PET-Flaschen besteht. Aber nicht nur die Bühnendekoration ist auffällig, das ganze Projekt ist insgesamt sehr beeindruckend. In der kurzen Zeit von Januar 2019 bis März 2019 hat es die Oberstufe Unteres Aaretal geschafft, ein Kulturprojekt auf die Beine zu stellen, das hohe Anforderungen an alle Beteiligten stellt.


Auch wenn es zu Beginn noch einige Unstimmigkeiten gab, sieht man jetzt, dass sich die ganze Arbeit lohnt. Die wohl beste Wirkung von «AQUATA» ist, dass die Schüler zusammengeschweisst werden. Denn durch die durchmischten Gruppen in den Ressorts haben sich viele Schüler kennengelernt und angefreundet. Im Gegensatz zum gewohnten Tagesablauf in der Schule hatte man während den Projekttagen und Wochen Zeit, Schüler aus den anderen Stufen und Klassen kennenzulernen. Sogar die wenigen Einzelgänger haben sich mit anderen Schülern angefreundet. Aber nicht nur die Freundlichkeit der Schüler untereinander macht sich bemerkbar, auch die drei Grundregeln der Oberstufe Unteres Aaretal werden während dieser Zeit eingehalten. Die Regeln sind, erstens jeden zu begrüssen, zweitens einen respektvollen Umgang miteinander zu haben und drittens positiv zu bleiben, denn mit einem Lächeln auf dem Gesicht wird alles besser. Vor allem wurde die dritte Regel sehr eingehalten, denn man sieht nur lachende Gesichter sowohl in der Location als auch in den Ressorts in der Schule.

Auch wenn einmal ab und zu müde und demotivierte Gesichter in die Schule kommen, werden die Schüler von ihren Lehrern immer wieder motiviert. Meistens gelingt dies den Lehrern auch. In der nächsten Woche wird «AQUATA» endlich präsentiert. Durch die ganze Arbeit findet man eigentlich gar keine Zeit, sich gross demotiviert zu fühlen. Das ist sehr hilfreich, denn so ein grosses Projekt wie «AQUATA» findet nur alle paar Jahre statt, und nur durch die gemeinsame Zusammenarbeit und Willenskraft von Schülern und Lehrern kann dieses Projekt ein Erfolg werden. Wie die Aufführungen von «AQUATA» der Öffentlichkeit gefallen werden und was sich weiterhin kulturell noch an der Oberstufe Unteres Aaretal ereignen wird, wird sich allerdings erst noch herausstellen.