SCHÜLERBETREUUNG

Interview mit Yvonne Hügli

Leitung Ressort Schülerbetreuung

Wie trägt Ihre Gruppe zum Theaterstück bei?

Meine Gruppe trägt zum Theaterstück bei, indem sie in Ruhe arbeiten können, ohne dass sie sich mit unmotivierten Leuten rumschlagen müssen oder mit solchen, die man im Moment nicht beschäftigen kann. Wir sind entlastend für all die, die etwas klar machen müssen.

Wie weit sind Sie gekommen seit dem letzten Projekttag und was sind Ihre Ziele?

Wir haben in dem Sinn nur das Ziel, andere zu entlasten. Daher haben wir nicht irgendein Ziel wie das Bühnenbild oder so etwas. Aber zum Beispiel der Bühnenbau hat uns am Montag und am Dienstag zehn Leute geschickt. Damit die vorwärts gekommen sind, mussten wir die zehn Leute bei uns haben. Also wir sind wirklich im Background, damit sie in Ruhe arbeiten können.

Gab es Hindernisse und wie wurden diese überwunden?

Es kommt immer darauf an, wie die Zusammenstellung dieser Gruppe ist, aber es kommt auch darauf an, wie müde oder motiviert die Gruppe und die Leute sind. Ich habe zum Beispiel gesehen, dass wir am Dienstagmorgen die gleichen Leute hatten wie am Dienstagnachmitttag. Am Dienstagmorgen konnten wir sie beschäftigen, dann haben sie in aller Ruhe Spiele gespielt und alle sind beschäftig gewesen. Die einen haben gelesen, die anderen haben Karaoke gesungen. Und am Dienstagnachmitttag war die gleiche Gruppe nicht tragbar. Dann musste ich sagen: "Jetzt muss ich mit euch nach draussen". Und weil ich alleine war, mussten alle nach draussen. Also selbst die, die anständig waren und gesagt haben "Wieso müssen wir jetzt nach draussen?". Dann habe ich gesagt: "Weil ich alleine bin. Das heisst alle oder keiner." Und das sind dann so Stolpersteine. Die Begeisterung war gering. Sowohl von denen die nach draussen mussten, die nichts Schlechtes getan haben, als auch von denen, die etwas gemacht haben. Wir werden das heute lösen, indem wir von Anfang an ein Sportturnier geplant haben und dass wir von Anfang an erst gar nicht auf die Idee kommen, dass wir da irgendein Spiel spielen oder lesen. Sondern heute Nachmitttag müssen sich alle auf dem Sportplatz austoben. Draussen.

Wie hat Ihnen diese letzte Woche im Ganzen gefallen?

Es ist natürlich eine schwierige Geschichte mit dieser Gruppe. Man hat da nichts, wo man sagen kann, "Wow dieser Tanz hat funktioniert" oder "die Akrobatik funktioniert" und "das Bühnenbild steht". Es ist von dem her ein bisschen frustrierend, weil wir nichts sehen und weil wir auch nirgends erscheinen. Wir sind so graue Heinzelmänner, die man nicht sieht. Das ist in dem Sinne nicht sehr aufbauend, aber ich bin ja freiwillig da. Ich habe das gewählt, also muss ich jetzt nicht klagen und sagen "Ich würde jetzt lieber Kostüme machen". Von dem her geht es mir gut. Wir haben gute Momente, wo man sagen kann es ist friedlich. Es gibt aber auch weniger gute Momente wo man sagt: "Jetzt muss etwas laufen!"

Was ist ihre Meinung zum "AQUATA" Projekt?

Grundsätzlich finde ich es gut, dass man ein Projekt macht. Und ich finde es gut, dass die ganze Schule da mitmacht. Ich habe gewisse Fragezeichen, wie man zu diesem Resultat kommt. Aber grundsätzlich finde ich es eine gute Sache. Wir haben das in Döttingen oben auch mal gemacht. Es war eine super Sache. Sehr motivierend. Ich denke, da gibt es noch Verbesserungspotential. Es ist nicht so, dass ich die Sache schlecht finde. Man müsste das nächstes Mal vielleicht anders machen.